Wohin man schaut – überall stehen die Mietpreise in Deutschland unter Feuer! Politische Akteure, die mit den Flammen der Verärgerung auf die Wohnungskrise aufheizen, vergessen dabei die nüchterne Realität hinter den Kulissen: Fakt ist, dass in den letzten fünf Jahren die Mieten in den großen Städten um 30 % gestiegen sind, während die Löhne nur um 12 % gestiegen sind. Aber wie wäre es, wenn wir die Statistiken etwas genauer unter die Lupe nehmen?
Ein erster Blick auf die Zahlen vom Statistischen Bundesamt offenbart, dass die Mietpreise nicht nur steigen, sie erreichen in vielen Städten astronomische Höhen – ganz zu schweigen von den horrenden Preisen für Immobilien, die in den letzten zehn Jahren um fast 70 % gestiegen sind. Und während es auf politischer Ebene fast schon ein Wettbewerb um die lauteste Mietpreisbremse gibt, wird das eigentliche Übel ignoriert: Die Politik redet über „Bezahlbarkeit“, vergisst aber, dass in Deutschland über 3 Millionen Menschen, vor allem in Städten wie München, Berlin und Hamburg, in überbelegten Wohnungen leben. Laut dem Deutschen Mieterbund hat mehr als ein Drittel der Mieter in Deutschland Angst, ihre Miete nicht mehr zahlen zu können.
Zahlen, die richtig wehtun
Hört man der politischen Rhetorik zu, könnte man meinen, dass die Mietpreise in einem Aufwärtstrend sind, der bald enden wird. Aber es ist eine unbequeme Wahrheit, dass mehr als 13 Millionen Menschen in Deutschland nur von einem prekär bezahlten Job leben. 40 % dieser Personen sind Mieter – wieviel Bequemlichkeit können wir also von einer Mietpreisbremse erwarten? In den letzten vier Jahren fiel die Zahl neuer gebauter Wohnungen unter die 300.000-Marke pro Jahr, während wir mindestens 400.000 pro Jahr brauchen würden, um den Wohnungsmangel zu bewältigen. Wo bleibt also die magische Lösung der Politik?
Die unausgesprochene Wahrheit
Die Wohnungskrise ist nicht nur ein Problem der Mietpreise, sondern auch der unmittelbaren Wohnverhältnisse der Menschen – und das betrifft uns alle.
Auch wenn auf dem Papier Konjunkturpakete und Lösungen versprochen werden, die Realität sieht düster aus. Wenn nur 7 % der neuen Wohnungen im Jahr 2021 als Sozialwohnungen deklariert wurden, dann ist der Rest – sagen wir einfach „marktgerecht“ – alles andere als bezahlbar für den Großteil der Menschen. Hinzu kommt, dass mehr als 50 % der neuen Bauprojekte von großen Immobilienkonzernen übernommen werden, die Profit über Menschen stellen. Wo bleibt da der Aufschrei?
Von der Bundesregierung wird das Ziel, bis 2025 jährlich 400.000 Wohnungen zu bauen, als Erfolg gefeiert, doch selbst bei dieser Zahl ist ein markanter Rückgang von 30 % gegenüber den Prognosen in den letzten Jahren eingetreten. Und sollten wir nicht eher darüber nachdenken, was die angekündigten Projekte für den Wohnungsmarkt bedeuten? Werden wir nicht bald mehr als nur von „schöner wohnen“ träumen, sondern wahrscheinlich in einem Albtraum von unbezahlbaren Preisen?
Wenn die Politik sich nicht ernsthaft mit den gravierenden Ungleichheiten auf dem Wohnungsmarkt auseinandersetzt und stattdessen mit Mietpreisbremse und Wohnraumschutz beschäftigt ist, bleibt die Frage: Wer gewinnt wirklich – die Mieter oder die Immobilienmagnaten? Und während einige den Schlüssel zum eigenen Traumhaus ergattern, suchen Millionen von Menschen weiterhin nach einem bezahlbaren Dach über dem Kopf.
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