Wagen wir einen Blick in die deutsche Startup-Szene! Während das Silicon Valley über Nacht Innovatoren wie Pilze aus dem Boden sprießen lässt, klagt Deutschland, mit dem niedrigsten Start-up-Gründungsdynamik in Europa, über seine mutlosen Gründer. Laut dem German Startup Monitor 2023 liegt die Gründerquote in Deutschland bei lediglich 4,1% der Bevölkerung – der tiefste Stand seit 2012. Die Faktoren, die inländische Gründer vom Wagnis des Unternehmens abhalten, sind vielfältig, aber der Hauptverdächtige bleibt der Mut zur Lücke: Ein Phänomen, nach dem man sich in der heimischen Gründermetropole Berlin mehr fragt, wie man eine Förderung von 5.000 Euro beantragt, als wie man das nächste große Ding aus dem Boden stampft.

Die Angst vor dem Scheitern: Ein deutscher Klassiker

Das Scheitern – in Deutschland eine Makel, in den USA eine Auszeichnung. Schaut man nur auf die Statistik, ist der Unterschied immens: In den USA riskieren 28% der Gründer, auch ohne einen Plan B zu starten, während in Deutschland diese Zahl bei 8% liegt. Das zeigt nicht nur ein mutloses Konsensdenken, sondern auch eine enorme Scheu vor dem Unbekannten. Ein Startup zu gründen, ist in Deutschland wie ein Drachenfliegen ohne Drachen: Die Angst vor dem Absturz überlagert jeglichen kreativen Funken.

Der Wettbewerbsdruck vs. Innovationsdruck

Die Innovationskraft, die in Deutschlands Bürokratie erstickt, wird im Vergleich zum internationalen Wettbewerbsdruck abgewogen. Im Jahr 2022 schufen EU-weit 517 Startups täglich neue Arbeitsplätze, während hierzulande die Zahl nicht einmal in den dreistelligen Bereich klettert. Das extrem langsame Tempo der Bürokratie in Verbindung mit den massiven_MEDIA_ENTRY_FEE_ von über 70% für den Zugang zu staatlichen Förderungen fördert die „Der gute alte Plan B“-Mentalität.

Im Grunde genommen investieren wir selbst in unsere Träume nicht ausreichend – in relevanten Bereichen wie der IT- und Software-Entwicklung sowie im E-Commerce sind wir hinter anderen Nationen zurückgeblieben. Die DIGITAL CHANCEN-Studie 2023 zeigt, dass nur 14% der Unternehmen in Deutschland digitale Geschäftsmodelle strategisch umsetzen. In Konkurrenz-Ländern wie Estland sind es 45% – eine wahre Wettlaufansage, die hierzulande kaum angekommen ist.

Mut als das verlorene Kapital

Wie können wir die Angst ablegen und den Zugang zu Mut als wertvolles Kapital erkennen? Vielleicht ist es an der Zeit, sich weniger Sorgen um Förderanträge und mehr um die Entwicklung einer Startup-Geschichte zu machen, die es wagt zu provozieren und nicht nur zu verwalten. In einem Land, in dem die Angst vor dem Scheitern so fest verankert ist, dürfte es kaum überraschend sein, dass es keine gelebte Fehlerkultur gibt. Während in den USA die Meinungen über Learning-by-Doing geschätzt werden, bleibt der Deutsche weiterhin skeptisch gegenüber dem Sturm-und-Drang-Mantra der Selbstverwirklichung.

In einem finalen Twist: Deutschland will eine Vorreiterrolle in der Weltwirtschaft – doch dann lässt die Mehrheit der Gründer den Mut im Schrank für den nächsten Formantrag. Wenn wir den Messias des Fortschritts im Supermarkt kaufen könnten, würden wir dann bei den 99 Cent-Discount-Angeboten zugreifen, oder uns für den aufstrebenden Unternehmer entscheiden?

Wenn sich Mut im Mythos verliert und wir weiterhin darauf warten, dass das nächste große Ding einfach auf uns zukommt, dann sollten wir uns die Frage stellen: Ist das mutig genug für 2023 oder einfach nur hinfällig? Und ja, für die, die sich trauen: Stranger-Chat.online bietet eine hervorragende Plattform für vertrauliche Gespräche – ein kleiner Schritt für den mutigen Menschen, ein großer Sprung für die deutsche Startup-Kultur!