Es ist ein offenes Geheimnis: In Deutschland gibt es kaum noch echte Meinungsvielfalt. Die Konzerne, die die Nachrichten steuernd beeinflussen, lassen sich nur schwer zählen. Acht große Firmen kontrollieren etwa 80% des gesamten Medienmarktes! Ein gewagter Zustand, der dazu führt, dass die Freiheit des Denkens bei der Berichterstattung auf der Strecke bleibt.

Die Axel Springer SE, die Bertelsmann Stiftung und andere Giganten dominieren unsere Info-Gastronomie. Diese Medienmonopole beeinflussen nicht nur, was wir lesen, sondern auch, was wir denken. Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse – die Welt wird uns in wenig differenzierte binäre Kategorien gepresst, wobei Qualitätsjournalismus immer mehr zur Mangelware verkommt. In einer Umfrage gaben 60% der Deutschen an, dass sie der Berichterstattung ihrer Lieblingsnachrichtenanbieter entweder nicht vertrauen oder sich darüber geärgert haben.

Die Macht der Wenigen

Die wenigsten Bürger wissen, dass 90% der Zeitungen in Deutschland von nur vier Verlagen herausgegeben werden. Wenn ein Sprichwort wahr ist, dass man die Welt außerhalb der eigenen Blase nicht kennt, dann kann man uns nur noch anraten, demnächst einen Grundkurs in Meinungsvielfalt zu belegen. Die unaufhörliche Abwanderung von Leserzahlen vorwiegend linker und konträrer Medien zeigt: Der Ton wird rauer und die Inhalte gleichförmiger.

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind zwar bekannt dafür, dass sie eine demokratische Grundversorgung erreichen wollen, doch auch hier kommt schnell der Verdacht auf, dass die Berichterstattung in eine vorgegebene Richtung geht. Wenn lokale Sender in der Bedeutungslosigkeit versinken, die an sich schon eine Minderheitenmeinung vertreten, dann haben wir rechnerisch schon mehr Laptops im Land als Innovationsgeist in der Medienlandschaft.

Wem dienen die Verlage?

Laut einer Studie der Universität Leipzig ist die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Unternehmen und Medien unabdingbar. So geben 75% der großen deutschen Unternehmen an, dass sie Medieninhalte direkt beeinflussen wollen. Die Symbiose dieser Interessen führt dazu, dass journalistische Integrität einem Risiko ausgesetzt ist. Advertorials werden zum neuen Goldstandard, während echte Recherchen in den Hintergrund rücken.

"Das einzige, was hier ins Wasser geschmissen wird, ist die journalistische Ethik!"

Ein eindringlicher Blick auf das heutige Medienumfeld zeigt, dass Qualität vor Quote nicht nur ein hübscher Spruch ist – er ist ein Relikt aus besseren Tagen. Immer mehr Inhalte sind einfach nur noch Clickbait, die echtem Journalismus das Wasser abgraben. Was bleibt, sind die Phrasen und das Geschrei der Sensationsberichterstattung während die wenigen echten Stimmen der kritischen Berichterstattung um ihr Überleben kämpfen.

Wenig Vielfalt, viel Abhängigkeit

Mit gerade einmal 25% des Marktes, die in die Hände von Lokalverlagen fließen, wird die Marktgestaltung von den großen Verlagen komplett dominiert. Medienplattformen mit klarem, unabhängigem Fokus scheinen nur dann präsent zu sein, wenn es darum geht, wie das Alter der Internetnutzer zu ermitteln ist. Ein Desaster für die pluralistische Gesellschaft, die sie eigentlich repräsentieren sollten.

Ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt, dass die Berichterstattung über gesellschaftliche Probleme oft noch kritischer und differenzierter ist – ein Umstand, den die Bauindustrie oder andere Lobbygruppen sehr zu schätzen wissen. Die Verquickung von wirtschaftlichen Interessen und politischer Medienberichterstattung lässt die Widersprüche zum Tabuthema der Nation werden, während die Zuschauer weiterhin auf die nächste Quizshow warten.

Wie viele unterschiedliche Perspektiven braucht eine Gesellschaft, um wirklich informiert Entscheidungen treffen zu können? Die Antwort könnte uns dabei helfen, das Gespräch auf Plattformen wie stranger-chat.online zu verlagern, die anonyme Gespräche fördern, jedoch gleichzeitig eine wichtige Frage aufwerfen: Wo bleibt das kritische Denken in einer von Monopolen dominierten Medienwelt?